Lean Production
and Administration

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"quick hits" - Projekte - Interimsmanagement

 

Lean Management Projekt bei Magna Donnelly

Der Automobilzulieferer Magna Donnelly ist Weltmarktführer für Rückspiegelsysteme. Wir die gesamte Zulieferindustrie steht aber auch Magna Donnelly unter einem enormen Druck: die Anforderungen der Kunden steigen ständig, die Margen sinken auf ein Minimum.

Am Standort Dorfprozelten im Maintal bei Würzburg arbeiten circa 700 Mitarbeiter, der Umsatz beträgt etwa 120 Millionen Euro. Für die notwendigen Effizienzsteigerungen in diesem Werk reichten interne Anstöße für Verbesserungen nicht mehr aus. Magna Donnelly entschied sich für Agamus Consult als externen Partner. „Wir wollten keine Theoretiker, sondern Berater, welche die Maßnahmen mit unseren Mitarbeitern umsetzen und den Erfolg nachhaltig sichern.“ so Herwig Polzer, Geschäftsführer in Dorfprozelten.

Die größten Potentiale lagen in den Materialflüssen, Suchzeiten in Lagern, den Beständen und den Ausschußzahlen. Das Projekt startete mit einer dreiwöchigen Analyse. Ein unmittelbares Ergebnis dieser Analyse waren die sogenannten "quick hits" zur sofortigen Umsetzung innerhalb der nächsten vier Wochen. Interdisziplinäre Teams mit 5 bis 6 Mitarbeitern arbeiteten an verschiedenen Themen wie beispielsweise die Bestandsreduzierung bei der Spiegelfertigung von BMW oder die Nacharbeit in der Lackierung. Ein Qualitätsteam kümmerte sich um die Ausschußreduzierung, ein anderes identifizierte aus einer Unmenge vorhandener Kennzahlen zur Steuerung der einzelnen Fertigungsbereiche die für Entscheidungen relevanten Kennzahlen.
Die "quick hits" wurden jede Woche ausgewertet und den Abteilungsleitern präsentiert. Die unmittelbaren Erfolge begeisterten Mitarbeiter wie Führungskräfte und führten zu einer Aufgeschlossenheit auch gegenüber tiefgreifenden Veränderungen.

Parallel zu diesen ersten Workshops erfolgte die Konzipierung und Priorisierung der Projekte für die kommenden Monate:

"Nacharbeit im Fluß"
Bisher gelangte ein hoher Anteil an fehlerhaften Teilen von der Abteilung Lack in die Produktion, um dann als "veredelter Schrott" entsorgt zu werden. „Durch diesen (alten; Anm. d. Verf.) Ablauf konnten mögliche externe Bearbeitungsfehler teilweise nur noch schwer identifiziert werden, und die Zulieferer wurden nicht immer zur Verantwortung gezogen. Alles lief zwar, aber mit unnötig hohen Kosten für uns.“, berichtet Alfred Himml, Einkaufsleiter.
Neben der Ablaufoptimierung in der Lackiererei wurde unter anderem temporär eine 100%ige Qualitätskontrolle nach dem Pulvern eingeführt sowie eine Bearbeitungszelle für die unmittelbare Nachbearbeitung im Fertigungsfluß geschaffen. "Jetzt wird fehlerhafte Ware nach dem Verursacherprinzip zurückgegeben: entweder zum Dienstleister oder zur internen Abteilung." erklärt Bernhold Hagel, Leiter der Abteilung Lack.
Ziel ist es mittelfristig, auch über Investitionen in Technologie die nicht wertschöpfenden Nacharbeitszellen wieder zu eliminieren.

Auch in der Fertigung gab es entscheidende Verbesserungspotentiale: Es wurde Transparenz über die bereits bearbeiteten und noch fälligen Mengen im Prozeß geschaffen, Nacharbeit reduziert, wilde Lagerflächen abgeschafft und Ordnung an Arbeitsplätzen und Maschinen geschaffen.

"Harmonie bis zum Versand"
Ein weiteres Projekt mit Agamus beschäftigte sich mit dem internen Materialfluss (Value Stream) von der Fertigung bis zum Versand an den Kunden.
Nach der Veränderung der Prozesse sind die Durchlaufzeiten jetzt im Durchschnitt um 30 Prozent niedriger als früher. Die Fertigungszeit der Blenden liegt jetzt sogar statt bei sieben nur noch bei ein bis zwei Tagen. Der Schlüssel zu den Veränderungen lag in der Losgröße und der Nacharbeitsquote.
Die Werkstattbestände konnten insgesamt um 50 Prozent gesenkt werden.
Führungskräfte und Werker werden regelmäßig in den neuen Prozessen geschult.

"SOS statt 'Land unter'"
SOS bei Magna Donnelly? Nein, das Unternehmen ist nicht in Seenot geraten. Vielmehr steht die Abkürzung für Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit.
Die Teilebereitstellung für die Montage, der Supermarkt, wurde optimiert: Ausgelaufene oder verlagerte Teile, die vorher gesammelt wurden, ohne je wieder gebraucht zu werden, sind jetzt eliminiert. Schnelldreher, Langsamdreher und Kundendienst sind optimal positioniert. Alle Regale sind nach Kunden gruppiert und entsprechend gekennzeichnet. Durch die Schaffung klarer Verantwortlichkeiten im Supermarkt wird hier auch in Zukunft Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit herrschen.

Die Ergebnisse sind beeindruckend - aber zu welchem Preis?
Bei Magna Donnelly wurde ein Return on Investment (ROI) von weniger als einem Jahr erreicht.
„Um auch nach dem Projekt nahtlos weitere Verbesserungspotentiale zu erschließen und voranzutreiben, haben wir zudem Herrn Laforet als Interimsproduktionsleiter bestellt.“, so Herwig Polzer.

Dirk Laforet, Agamus Consult

 

Summary

Magna Donnelly


Quick Hits - Projekte - Interimsmanagement

Projekt  
Restrukturierung der Produktion,
Materialflussoptimierung bis zum Versand

Kunde
Weltmarktführer für Rückspiegelsysteme
- 700 Mitarbeiter am Standort Dorfprozelten
- 120 Millionen Euro Umsatz (2004)

Ziel
Ausschöpfen der Potentiale in der Produktionsqualität, den Beständen und dem Materialfluss


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