Purchasing /
Cash Flow
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Fokus auf dem gesamten Wertschöpfungsprozess

 

Optimierung von Einkauf und Logistik bei Kühlerbau Freiberg (KF)

Kühlerbau Freiberg – heute Behr Industry Freiberg GmbH – geht auf ein Unternehmen zurück, das 1935 mit dem Bau von Kühlern für Diesel Motoren begann. Das Unternehmen fertigt vorrangig Öl- und Wasser-Kühler für Diesel-Schienenfahrzeuge, Großmotoren und Marine-Anwendungen sowie Gas- und Flüssigkeitskühler für verschiedene Industriebereiche.
Lange Durchlaufzeiten, hohe Bestände, fehlende Prozessorientierung und Transparenz im gesamten Auftragsabwicklungsprozess kennzeichneten die Bereiche Einkauf und Logistik.

Nach einer zweiwöchigen Analyse wurden Potentiale und Verbesserungen entlang der kompletten Wertschöpfungskette identifiziert und bewertet. Die Optimierung von Einkauf und Logistik kristallisierte sich dabei als wichtiger Ansatzpunkt heraus.

Als einer der ersten Schritte wurde Transparenz über Lieferanten/Verbräuche/Bedarfe/Kosten/ Materialien hergestellt. Agamus Consult nutzten dazu ein eigen gestaltetes Lieferanten-Survey in Verbindung mit einem Produkt/Material- Survey, dass wir zuerst bei den A-Lieferanten bzw. A-Teilen anwandten.

Im Anschluss folgte eine Lieferantenoffensive bei der Lieferzeiten, Qualität, Flexibilität, Preis/Leistung, Logistikanbindung, Anbindung (Prozesse, EDI) und Bedarfsbündelungen im Mittelpunkt standen.

Durch eine detaillierte Beschaffungskostenanalyse, bei der die Bearbeitungs- und Durchlaufzeit pro Aktivität abgeschätzt, genutzte Informationsmittel erfasst, Komplexitätsursachen und Schwachstellen identifiziert wurden, gelang es, systematisch einzelne Prozessschritte zu optimieren und Szenarien aufzubauen, wie A-Teile oder C-Teile zu beschaffen sind.  

In diesem Zusammenhang entstand ein Konzept für ein C-Teil-Management, bei dem die Teile nach ihren konkreten Rahmenbedingungen und Restriktionen klassifiziert wurden. Das Ergebnis war ein angepasstes C-Teil-Management, bei dem z.B. Werkzeuge über einen elektronischen Marktplatz beschafft wurden, das klassische Verbrauchsmaterial (Schrauben, Scheiben, Stopfen) dagegen per Lieferanten-Kanban direkt an definierte Flächen in der Produktion geliefert wurde.

Die konsequente Trennung von Beschaffung und Einkauf war ein weiterer Ansatz, der sowohl für den Bereich Einkauf, als auch für den Bereich Logistik ein erhebliches Optimierungspotential bot.

Die Implementierung eines KF–Auftragszentrums mit den Funktionalitäten Vertrieb, Beschaffung, Fertigungssteuerung war deshalb die konsequente Weiterführung des (Prozess)Gedankens. Damit waren die Vorraussetzungen geschaffen, einen transparenten, optimierten Auftragsabwicklungsprozess zu entwickeln, eine stärkere Fokussierung auf den Kundenauftrag zu ermöglichen (vom Bedarf zum erfüllten Bedarf) und alle  Maßnahmen auf das Pullprinzip auszurichten. Die Schaffung des Auftragszentrums stand gleichzeitig für Nachhaltigkeit in Bezug auf Verantwortlichkeiten und Schnittstellen.

Bereits nach sechsmonatiger Projektarbeit konnten in dem Teilprojekt "Optimierung Einkauf und Logistik" folgende Ergebnisse erzielt werden:

  • Reduzierung der Materialkosten um ca. 6%
  • Verkürzung der Lieferzeiten (A-Artikel) um ca. 40%
  • Reduzierung der Durchlaufzeit für Endprodukte um ca. 45%
  • Reduzierung der Beschaffungs- bzw. Prozesskosten bei A-Teilen um 32%
  • Reduzierung der Beschaffungs- und Prozesskosten bei C-Teilen um ca. 64%
  • Reduzierung der Bestände um ca. 15%

Eine frühzeitige, konsequente Einbindung der Mitarbeiter mit all ihren Erfahrungen und ihrem Wissen ist eine wirkliche Grundlage dafür, dass der Verbesserungsgedanke in der täglichen Arbeit zur Selbstverständlichkeit wird und gleichzeitig Lösungen geschaffen werden, die von einer hohen Nachhaltigkeit geprägt sind.

Katharina Tandler, Agamus Consult

 

Summary
Kühlerbau Freiberg (KF)

Fokus auf dem gesamten Wertschöpfungsprozeß

Projekt  

Optimierung von Einkauf und Logistik bei Kühlerbau Freiberg

Kunde
Kühlerbau Freiberg - heute Behr Industry Freiberg
- Öl- und Wasserkühler für Diesel-Schienenfahrzeuge, Großmotoren, Marineanwendungen; Gas- und Flüssigkeitskühler
- 120 Mitarbeiter, 14,2 Mio. Euro Umsatz (2004)

Ziel
Optimierung des kompletten Auftragsabwicklungsprozess, Einführung Pullprinzip

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